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Verwandter einer Aminosäure im All entdeckt

Freitag, 23. Mai 2008, 00:53 Uhr
Kategorie: Blog » Sonstiges
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Internationale Zusammenarbeit von Astronomen und Wissenschaftlern ermöglichte die Entdeckung eines nahen Verwandten einer Aminosäure in einer galaktischen Gaswolke. Mit einem 30-Meter-Radioteleskop in der spanischen Sierra Nevada und zwei Radioteleskop-Netzwerken in Frankreich und Australien haben Forscher des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie erstmals Aminoacetonitril (NH2CH2CN) aufgespürt. Das organische Molekül fand sich in einer gigantischen Gaswolke nahe des galaktischen Zentrums im Sternbild Schütze.

»Von 1965 an wurden bis heute mehr als 140 verschiedene Moleküle im Weltall identifiziert, sowohl in interstellaren Wolken als auch in ausgedehnten Hüllen um Sterne. Ein Großteil davon ist organisch, das heißt, auf Kohlenstoffbasis aufgebaut. esonders intensiv fahnden die Forscher nach sogenannten Biomolekülen, dabei speziell nach Aminosäuren – den unabdingbaren Bausteinen des Lebens. Aminosäuren konnten bereits in Meteoriten auf der Erde nachgewiesen werden, nicht aber im interstellaren Raum. Nach der einfachsten Aminosäure Glycin (NH2CH2COOH) wurde in kosmischen Quellen bereits lange, doch bisher vergeblich gesucht. Angesichts dieser Schwierigkeiten konzentrierte sich die Fahndung auf Aminoacetonitril (NH2CH2CN), einen chemischen Verwandten und möglichen direkten Vorläufer von Glycin.«

Quelle: astronomie.de: Verwandter einer Aminosäure im All entdeckt

»Der Pirat des Wissens ist ein guter Pirat.« — Michel Serres